Mittwoch, 09 März 2016 09:10
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Graz (ORF Stmk) - Steirische Eltern- und Schülervertreter fordern im Rahmen der Veranstaltung "Geisterstunde(n) - (Endlich) eine inhaltliche Diskussion zur Bildung" mehr Mitsprache im Bildungsbereich, die steirische Bildungslandesräting Ursula Lackner unterstreicht die Notwendigkeit der Einbindung der Schulpartner. 

Eltern wollen mehr Mitsprache in Bildungsfragen

Steirische Schüler- und Elternvertreter fordern mehr Mitsprache in Bildungsfragen, auch auf Bundesebene. Am Montag stellten sich steirische Bildungspolitiker einer Diskussion mit Schüler-, Lehrer- und auch Elternvertretern.

Zwar seien Eltern auf schulischer Ebene in Entscheidungsprozesse eingebunden, darüber hinaus jedoch nicht, kritisierte Andreas Waltenstorfer, Präsident des Landesverbandes der Elternvereinigungen: „Wie es mit der Schulautonomie weitergehen wird im Zuge der Bildungsreform, wissen wir noch nicht - da ist vielleicht einiges angedacht, aber auch in diese Konzeption sind wir auf Bundesebene nicht eingebunden. Es gibt ja einen Bundesschulgemeinschaftsausschuss, wo sich gewählte Eltern-, Lehrer- und Schülervertreter treffen, der aber auf Bundesebene vom Ministerium offiziell nicht anerkannt ist und auch in keiner Weise in Entscheidungen und Reformentwicklungen eingebunden ist.“

Eltern fühlen sich in vielem übergangen

Gerade bei der Bildungsreform fühle man sich in vielen Entscheidungen übergangen, so Waltenstorfer. Gängige Praxis sei, „dass das Gesetz praktisch fertig ist, und in der Begutachtungsphase erhalten die verschiedenen Vertreter das eigentlich schon fertige Werk, wo dann bestenfalls noch Punkt und Komma genädert werden, aber nicht mehr viel mehr“.

Auch Schüler wollen mehr Einbindung

Ähnlich sieht es Landesschulsprecher Alexander Mohr: „Wir hätten es uns auch als Bundesschülervertretung sehr gewünscht, gemeinsam mit dem Landeselternverband und mit den Lehrervertretern bei der Bildungsreform viel stärker in die Vorbereitungen eingebunden zu werden - ist leider nicht geschehen, und wir hoffen, dass es in Zukunft verstärkt passieren wird.“

Lackner: „Schüler und Eltern als Partner“

Man brauche Schüler und Eltern als Partner in der Bildungspolitik, sagte schließlich Bildungslandesrätin Ursula Lackner (SPÖ) - das gelte vor allem bei so einschneidenden Veränderungen wie der Bildungsreform: „Das sind natürlich Maßnahmen, mit denen wir alle dann, wenn sie ausdiskutiert sind, zu tun haben und das, was in den Elternbereichen da diskutiert wird, berechtigt in diese Diskussionen einfließen soll. Wir diskutieren bei der Bildungsreform ja nicht nur über die Verwaltungsbereiche, sondern sehr wohl auch über die pädagogischen Bereiche wie Schulautonomie, und da ist es natürlich auch eine Sache der Eltern, miteinbezogen zu werden“, so Lackner.

 

Links


Originalartikel auf orf.at:  http://steiermark.orf.at/news/stories/2761692/
Morgenjournal in Radio Steiermark (8.3.2016): http://files2.orf.at/vietnam2/files/stm/201610/73083_425141.mp3

 

Die Interviews wurden geführt im Rahmen der Veranstaltung "Geisterstunde(n) - (Endlich) eine inhaltliche Diskussion zur Bildung", die vom LEV Steiermark in Koopertation mit em Landesverband der Elternvereine an Pflichtschulen und dem Landesverband der Elternvereine an katholischen Privatschulen am 7.3.2016 im Steiermarkhof in Graz durchgeführt wurde.

Letzte Änderung am Freitag, 04 November 2016 02:04
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