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Wegweiser für eine neue Schulpolitik

Starten ist zu wenig, die Bewegung muss auch zielorientiert erfolgen

Wien (OTS) - Der Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA) hat die Ausgrenzung der gewählten Vertreter der Schulpartner (Lehrer, Schüler und Eltern) von der Bildungsreform 2015 scharf kritisiert. Diese Kritik wurde von Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek damit beantwortet, am 17. November 2015 erfolge erst der Startschuss zur Bildungsreform.

Damit am 17. November nicht nur ein Startschuss erfolgt, sondern sich unser Schulwesen auch in eine erfolgversprechende Richtung bewegt, bringen wir die von uns gemeinsam definierten Eckpunkte einer sinnvollen Bildungsreform zur Kenntnis:

Wir Schulpartner fordern gemeinsam

  • eine Attraktivierung des Lehrerberufs
  • ein Ende des parteipolitischen Gezänks auf Kosten des Schulwesens
  • die für die Einhaltung der Klassenschülerhöchstzahlen und Teilungszahlen erforderlichen Ressourcen
  • zusätzliche Mittel zur gezielten Förderung lernschwacher Schüler
  • Freifächer und Unverbindliche Übungen als kostenloses Zusatzangebot zur Förderung individueller Interessen und besonderer Begabungen
  • den Erhalt des differenzierten Schulsystems inklusive der AHS-Langform
  • eine Schulautonomie, die Schulpartnern Gestaltungsmöglichkeiten für die Schule eröffnet, statt zur Mängelverwaltung missbraucht zu werden
  • eine Investitionsoffensive in den Schulbau
  • Supportpersonal
  • zusätzliche Ressourcen für die zusätzlichen Aufgaben zur Integration von Flüchtlingen
  • Wertschätzung der Politik für Österreichs Schulwesen

Diese Inhalte müssen unserer Überzeugung nach Zielsetzungen der Bildungsreform sein, zu der am 17. November der Startschuss erfolgen soll.

Eine Politik, die der Schule wertschätzend begegnet und sie in eine erfolgreiche Zukunft führen möchte, hat die gewählten Repräsentanten der Schulpartner in alle weiteren Planungen einzubinden. Statt sich von „Bildungsexperten“ steuern zu lassen, möge Österreichs Schulpolitik ab sofort den Stimmen der Fachleute der Schulwirklichkeit Gehör schenken und Positionen, die von den Schulpartnern gemeinsam vertreten werden, höchste Priorität einräumen.

Der Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA) fordert einmal mehr seine gesetzliche Verankerung, wird sich aber auch bis dahin nicht davon abhalten lassen, seiner schulpartnerschaftlichen Verantwortung für das Gelingen von Schule gerecht zu werden.

Rückfragen & Kontakt:

Ing. Theodor Saverschel, MBA
Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen Österreichs, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Maximilian Gnesda
Bundesschulsprecher, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mag. Dr. Eckehard Quin
Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft in der GÖD, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

MMag. Jürgen Rainer
Vorsitzender der BMHS-Gewerkschaft in der GÖD, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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